Fehlspekulationen im deutschen Aktienhandel
July 27th, 2007 in Aktienhandel
Im deutschen Finanzwesen sind die Kontrolleure der Bundesanstalt für Finanz- dienstleistungs- aufsicht (Bafin) bei Regelverstössen gnadenlos. Doch das ruppige Vorgehen gegen die West LB hat dann selbst die hartgesottensten Mitbürger überrascht.
Die betreffenden Delikte liegen schon einige Zeit zurück, und betreffen verdächtige Fehlspekulationen der West LB im Aktienhandel.
Es ist kein Geheimnis dass jede grössere Bank solche Spekulationen durchführt, da diese Geschäfte die Gewinne eines Unternehmens ordentlich in die Höhe treiben können.
Doch die Händler der West LB haben sich mit Wetten auf Kursdifferenzen zwischen Stamm- und Vorzugsaktien etwas die Suppe versalzen. Als Beispiele seien hier VW, BMW und Metro angeführt. Man hatte gehofft dass sich die Kurse von stimmrechtslosen Vorzugsaktien denen der stimmberechtigten Stammaktien annähern. Sie Sache klappte ganz gut bis der VW Grossaktionär den heftigen Handel mit VW Aktien bemerkte, und seinen Anteil an VW Stammaktien erhöhte. Das Resultat: der Kurs sprang nach oben und war im Anschluss etwas zu hoch für die West-LB-Händler. Die Sache ist somit schief gegangen.
Der Vorwurf der West LB an ihre Händler war die internen Höchstbeträge überschritten zu haben. Sie wurden gekündigt. Erst dann mischte sich Bafin in die Sache ein.
Der Bank ist ein Verlust von 243 Millionen EUR entstanden. Davon sollen 70 Millionen Spekulationsverluste sein. Der andere Verlust sei nur durch das Bekanntwerden der Spekulationen entstanden sein. Marktteilnehmer wussten auf welche Aktien die West LB setzte, und konnte dagegen spekulieren.
© Photographer: Franku | Agency: Dreamstime.com
Kreditangebote für ÖSTERREICHER:
Kreditangebote für DEUTSCHLAND:
0 Responses to “Fehlspekulationen im deutschen Aktienhandel”
Please Wait
Leave a Reply