Die Vorteile und Nachteile von Basel III

In Österreich beschäftigt man sich weiter sehr emotional mit den geplanten Änderungen der Eigenkapitalregeln für Finanzinstitute. Vor allem die Medien. Dieses Mal war es die Wiener Zeitung die sich dieser heiklen Thematik angenommen hat. Sieht man in Österreich Basel III eher negativ und die Nachteile, so sehen sich die Befürworter nun auch immer öfter dazu genötigt die positiven Elemente der Änderungen in den Vordergrund zu stellen.

Die negativen Aspekte von Basel III sind bekannt. Kreditvergaben werden gebremst, und Geschäfte müssen mit mehr Eigenkapital getätigt werden. Das erwartete Resultat wäre eine stagnierende Wirtschaft und ein massiver Arbeitsplatzabbau.

Was sind nun also die Vorteile von Basel III? Die Banken werden dadurch stärker und krisenfester, behaupten die Befürworter. Denn durch die einbehaltenden Gewinne und Kapitalaufnahmen könne das Eigenkapital der Banken als eine Art Risikobuffer angesehen werden.

Einer der Befürworter von Basel III ist der niederländische Notenbankchef Nout Wellink. Auch der Präsident der Europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichet gilt als ein eifriger Verfechter von Basel III. Er versucht die Kritiker mit verprochenen Übergangsfristen zu beruhigen. Damit soll der Bankensektor in der Lage sein den wirtschaftlichen Aufschwung trotzdem unterstützen zu können. Doch ob sich die Österreicher davon beeindrucken lassen bleibt abzuwarten. Die Ablehnung in der Alpenrepublik ist derzeit noch sehr gross.