Retailbanking statt Investmentbanking?
September 6th, 2010 in Bonitätsprüfung
Die Finanzkrise ist weiter das grosse Thema wenn es um Kredite und die Zukunft der Bankengeschäfte geht. Ende letzter Woche hat sich Erste Chef Andreas Treichl zu Wort gemeldet und seine Sicht der Dinge kundgetan.
Seiner Meinung nach müssten die geplanten Änderungen der Eigenkapitalregeln für Finanzinstitute, auch kurz “Basel III” genannt, grössere Unterschiede zwischen riskanten Investmentbankgeschäften und dem Retailbanking, also den normalen Sparkassengeschäften, machen.
Der Erste Chef gibt seinen Mitbewerbern den Rat doch wieder zu den „normalen“ Kundengeschäften zurückkehren. Das heißt, Einlagen müssen hereingenommen werden, Kredite sollten vergeben werden und diese müssen von den Bankkunden auch zurückgezahlt werden können. Der entscheidende Faktor sollte wieder die „Liquiditätsprüfung“ werden, so Treichl.
Doch die wirklichen grossen Banken in Grossbritannien und den USA scheinen daran nicht sehr interessiert zu sein. Sie wollen weiter “das ganz grosse Geld” machen, und das geht eben nur mit dem riskanten Investmentbanking. Andreas Treichl erfüllt diese Aussicht mit Sorge.
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